Was macht ein Hund in der Schule???

- Balu wartet verlegen auf "Anweisungen"
Um den Schülern einen wichtigen Bestandteil des Bobathkonzepts zu verdeutlichen, kam ein angehender Therapiebegleithund in den Unterricht.
Der Begriff Facilitation im Bobathkonzept ist leichter zu verstehen mit der Übermittlung des eigenen Willens an ein Tier.
So wie ein Hundeführer oder Reiter seinem Tier ohne Worte zu verstehen gibt, so kann auch einem Menschen nonverbal (aber nicht zwangsläufig ohne Stimme) eine Handlung deutlich gemacht werden. Hier geht es aber nicht um Pantomime sondern um ein geführtes Bewegen.
Mit dem Geschmacks- und Geruchssinn wird im Bobathkonzept nur bei Säuglingen und Komapatienten gearbeitet.
Bei größeren Kindern und Erwachsenen wird die Richtung des Kopfes bevorzugt mit optischen oder akustischen Reizen geführt.

- Mit einem Leckerchen wird Balu ohne jede Berührung dazu gebracht seinen Hals in eine gebeugte Stellung zu bringen.
Der punktuelle Druck an dem Rippen macht deutlich: Steh auf...aber der Körper und Kopf oberhalb machen den Weg nicht frei.
Im Bobath-Konzept spricht man hier von einem ungünstigen Setting. Besonders beim Übersetzen z. B. vom Rollstuhl zu Bett ist der Therapeut häufig genauso mit seinem Körper im Wege.

